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Weiches Wasser genießen

Weiches Wasser genießen

Wasser ist nicht gleich Wasser – regional gibt es große Unterschiede, was den Härtegrad angeht. So genießen Einwohner von Hamburg und Frankfurt am Main weiches Wasser, während es in Berlin hart ist. Doch was genau ist weiches und hartes Wasser? Und wie kommt das optimale Nass aus Ihrem Wasserhahn? Wir erklären es Ihnen.

Zu hartes Wasser schadet
Um es vorweg zu nehmen: Sowohl weiches als auch hartes Wasser aus der Leitung sind völlig unbedenklich und als Lebensmittel genießbar. Je höher der Härtegrad des Wassers ist, desto mehr Kalzium und Magnesium enthält es. Bis zu einem Grad von 14 °dH gilt Wasser als weich bis mäßig hart, zwischen 14 und 21,3 °dh als hart – die Einheit dH steht übrigens für „deutsche Härte“. Hartes Wasser entsteht hauptsächlich in Regionen mit sehr kalk-, gips- und dolomithaltigen Böden. Bei Regen werden die Stoffe aus dem Gestein ausgewaschen und gelangen in das Grundwasser.

Hartes Wasser macht sich besonders im Haushalt bemerkbar: So entstehen im Bad und in der Küche schneller Kalkablagerungen an Spülbecken, Wasserkochern, Duschabtrennungen und Armaturen. Verkalkungen erhöhen im Laufe der Jahre auch die Gefahr, dass Wasserleitungen im Haus verstopfen und der Energieverbrauch von Warmwasserboilern steigt. Zudem ist bei hartem Wasser mehr Waschmittel nötig, um die Wäsche sauber zu bekommen. Und Gourmets mit feinem Geschmackssinn für guten Kaffee und Tee bemängeln, dass sich die Aromen bei hartem Wasser weniger gut entfalten können.

Die Lösung: Wasserenthärter
Sollten Sie in einer Region mit vorwiegend hartem Wasser wohnen, müssen Sie aber keineswegs umziehen. Es gibt sehr effiziente und kompakte Anlagen zur Wasserenthärtung. Am weitesten verbreitet sind sogenannte Ionenaustauscher. Sie liegen direkt am Hauswasseranschluss und sorgen mithilfe eines Kunstharzes dafür, dass das Kalzium und Magnesium gebunden werden. Die Anlagen verfügen oftmals über Regler, mit denen sich individuell wählen lässt, um wie viel der Härtegrad sinken soll. Aus den Armaturen im Bad und in der Küche läuft dann entsprechend weicheres Wasser heraus.

Um die gebundenen Salze aus dem Ionenaustauscher zu entfernen, muss sich der Wasserenthärter regelmäßig einer Salzkur unterziehen. Die dabei gelösten Salze fließen anschließend ins Abwasser und der Austauscher funktioniert wieder einwandfrei. Der Einbau von Wasserenthärtern ist unkompliziert, sollte aber in jedem Fall von fachlich kompetenten Installateuren vorgenommen werden. Die Geräte kosten zwischen 400 und 2.000 Euro. Hinzu kommen je nach Verbrauch noch laufende Kosten für die Enthärtersalze sowie Strom und Abwasser. Dafür müssen Sie sich weniger mit verkalkten Oberflächen herumärgern und sparen Waschmittel. Gerade in Wohnorten mit hartem Wasser lohnt es sich also, über die Investition eines Wasserenthärters nachzudenken.

Bildnachweis: © John_Kasawa (istockphoto)

11 Tipps für ein sauberes Bad

11 Tipps für ein sauberes Bad

Das Bad ist eines der am meisten beanspruchten Zimmer. Egal, ob klein und funktional oder luxuriös – um die richtige Wohlfühlatmosphäre zu bekommen, braucht es einiges an Pflege. Wir haben 11 Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihr Bad dauerhaft zum Glänzen bringen.

1. Erst duschen, dann putzen
Vor dem Reinigen ist es empfehlenswert, eine ausgedehnte Dusche zu nehmen. Denn der entstehende Wasserdampf hilft, den Schmutz zu lösen.

2. Vorher Ordnung schaffen
Bevor es losgeht, sollten Sie alles, was beim Putzen stören könnte aus dem Weg räumen: Handtücher, Kleidung, Duschvorleger oder Mülleimer. Auch das Staubwischen ist vor dem eigentlichen Säubern sinnvoll. Der WC-Reiniger kann zudem schon in die Toilette gegeben werden – zum Einweichen.

3. Fenster und Türen öffnen
Sie arbeiten gegebenenfalls mit Chemikalien. Öffnen Sie daher das Fenster oder die Badtür, um frische Luft hereinzulassen.

4. Die geeigneten Utensilien
Benutzen Sie zum Reinigen der Armaturen weiche Tücher und Schwämme. Zu kratziges Material oder starkes Reiben kann die Oberflächen aufrauen und beschädigen.

5. Waschbecken richtig säubern
Das regelmäßige Reinigen des Waschbeckens ist wichtig, da es im Bad häufig genutzt wird. Mit Backpulver lassen sich unangenehme Gerüche beseitigen: Einfach auf das Waschbecken streuen, kurz einwirken lassen und gründlich abspülen. Haare im Abfluss können mit einem Haarfang-Stab entfernt werden. Durch die Widerhaken werden sämtliche Haare entfernt und Sie beugen Verstopfungen vor.

6. Spiegel streifenfrei putzen
Ein bewährtes Hausmittel für saubere Badspiegel ist Zitrone. Nehmen Sie hierfür den Saft der Frucht zum Putzen. Anschließend wischen Sie mit einem trockenen und fusselfreien Tuch darüber. Auch Zeitungspapier hilft, Streifen auf dem Spiegel zu vermeiden.

7. Duschkabine zum Strahlen bringen
Nach dem Duschen die Wände mit einem Duschabzieher zu trocknen beugt Kalkflecken vor und spart Arbeit. Zur Reinigung empfiehlt sich ebenfalls Zitronensäure: Einen Schuss Zitrone in eine Schale geben und die doppelte Menge Wasser hinzufüllen. Nach dem Säubern spülen Sie die Kabine mit kaltem Wasser ab.

8. Duschkopf entkalken
Ist der Duschkopf verkalkt, hilft heißes Essigwasser: Legen Sie den Duschkopf einige Minuten darin ein und wiederholen Sie den Prozess, bis das Wasser wieder normal fließt.

9. Kacheln und Armaturen
Kalk- und Schmutzränder an Badewanne oder Waschbecken lassen sich leicht entfernen: Tränken Sie ein Tuch in Essig, wickeln es um die Armaturen und lassen es 30 bis 60 Minuten einwirken.

10. WC reinigen
Natürlich sollte auch das WC regelmäßig gereinigt werden. Wichtig ist dabei, die Toilette unter dem Rand und der WC-Brille zu säubern. WC- Reiniger eignen sich, um Gerüche zu neutralisieren und Urinstein zu entfernen. Lassen Sie das Mittel etwas einwirken – so wird die Toilette desinfiziert. Den Innenbereich können Sie mit Essigreiniger und der WC-Bürste putzen.

11. Der Boden zum Schluss
Sind Sie am Ende der Reinigung, sollte der Boden gewischt werden. Am besten eignet sich ein Mikrofaser- oder Baumwolltuch sowie heißes Wasser mit Spülmittel.

Bildnachweis: © turk_stock_photographer (istockphoto)

Barrierefrei ins Bad

Barrierefrei ins Bad

Bund stellt Mittel für altersgerechten Badausbau zur Verfügung

Die meisten Unfälle ereignen sich im Haushalt, nicht wenige davon im Bad. Wer bewegungseingeschränkt ist oder schon mal für später vorsorgen möchte, weiß, dass gerade im Bad eine Menge Hürden lauern, die die Nutzung erschweren oder mit zunehmendem Alter tatsächlich gefährlich sind. Aber auch Familien mit Kindern können sehr von barrierefreien Bädern profitieren. Mit einem entsprechenden Ausbau lassen sich Hindernisse deutlich reduzieren, demgegenüber steigen Komfort und Sicherheit. Jetzt hat der Bund wieder Mittel zum barreierfreien Badausbau bewilligt.

Barrierefreiheit wird dabei häufig als altersgerechtes Wohnen verstanden. Sie beschreibt aber in erster Linie mehr Wohnkomfort und höhere Sicherheit dank reduzierter Hindernisse – etwas, das allen Altersgruppen zugute kommt. Bodengleiche, rutschfeste Duschen, Klappsitze und Haltegriffe können älteren, bewegungseingeschränkten Menschen einen möglichst langen Verbleib in der gewohnten Umgebung ermöglichen. Aber auch Familien mit Kindern freuen sich, wenn die Kleinen einen sicheren Halt in Wanne und Dusche haben und weniger Verletzungsgefahr besteht.

Trotz dem deutlichen Plus an Komfort und Sicherheit, das barrierefreie Bäder bieten, sind erst in rund 6 Millionen der 36 Millionen bewohnten Wohnungen in Deutschland die Bäder entsprechend ausgebaut. Dabei ist der Bedarf da und wächst stetig.

Um Hausbesitzern und Mietern die Planung und Umsetzung ihres Bauvorhabens zu erleichtern, stellt der Bund ab sofort Fördergelder für den barrierefreien Badausbau bereit. Insgesamt 75 Millionen Euro liegen im Fördertopf, pro Wohneinheit sind maximal 6.250 Euro Zuschuss drin. Beantragt werden kann die Förderung beim KfW-Zuschussportal. Dabei können nicht nur Hausbesitzer von den Geldern profitieren, auch Mieter können einen Antrag stellen. Hier ist es allerdings wichtig, dass die geplanten Umbaumaßnahmen zuvor mit dem Vermieter abgestimmt und von diesem genehmigt werden.

Wer eine Förderzusage erhält, muss bei der Umsetzung Einiges beachten: Die Maßnahmen müssen den technischen Mindestanforderungen entsprechen und vorab genehmigt worden sein, außerdem ist die Ausführung und Abrechnung durch einen Fachbetrieb Pflicht.

Bildnachweis: © dit26978 (istockphoto)