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Schimmel im Bad – was tun?

Schimmel im Bad – was tun?

Schimmel im Bad verursacht hässliche schwarze Flecken an Wanne, Dusche, Waschbecken oder Wänden. Er kann aber auch Ihrer Gesundheit schaden. Wir geben Ihnen Tipps zum richtigen Beseitigen und effektiven Vorbeugen von Schimmel.

Das Bad als perfekte Keimzelle
Selbst wenn es keine angenehme Vorstellung ist: Schimmelpilze sind ständiger Bestandteil unserer Luft. Und nicht immer stellen sie eine Gefahr für uns dar. Allerdings sollten Menschen mit schwächeren Immunsystemen eine erhöhte Schimmelkonzentration nicht unterschätzen. Ihnen drohen allergische Reaktionen oder Beschwerden beim Atmen bis hin zu schweren Infektionen.

Besonders das Bad bietet den Schimmelpilzen durch die oft hohe Luftfeuchtigkeit und die feuchten Oberflächen optimale, fast tropische Bedingungen. So verursacht einmal Duschen beispielsweise 2.600 Gramm Wasserdampf pro Stunde, ein Wannenbad 700 Gramm. Zum Vergleich: Beim ebenfalls feuchtigkeitsintensiven Kochen gelangen zwischen 600 und 1.500 Gramm Wasserdampf in die Luft.

Auch Reste von Seifen sowie Haare und Hautschuppen sind ein guter Nährboden für Schimmel.

Tipps zum Vorbeugen von Schimmel
Am besten beugen Sie der Schimmelbildung durch regelmäßiges Stoßlüften des Bades vor. Gerade nach dem Duschen und Baden sollten Sie die Fenster komplett öffnen – kippen allein genügt nicht, um die Feuchtigkeit herauszukommen. Sollte Ihr Bad kein Fenster haben, lassen Sie Badtür auf und öffnen Sie Türen und Fenster der angrenzenden Räume. Dann verteilt sich die Feuchtigkeit besser bzw. gelangt größtenteils nach draußen. Alternativ helfen auch elektrische Badlüfter, Entfeuchter oder Ventilatoren, um das Klima im Bad zu verbessern.

Darüber hinaus sollten Sie feuchte Stellen vor dem Verlassen des Bades mit Handtüchern abwischen und den Duschvorhang aufziehen oder die Tür zur Dusche öffnen. Denn gerade in Schienen von Duschabtrennungen keimen Schimmelpilze sehr gern.

Schimmel im Bad richtig entfernen
Hat sich bereits Schimmel gebildet, empfiehlt es sich, schnell zu handeln. Bei einem geringen Befall bis zu 40 cm2 können Sie auf Essigessenzen, Wasserstoffperoxid oder eine starke Alkohollösung zugreifen – erhältlich sind sie in Supermärkten und Drogerien. Nicht vergessen: Mundschutz und Gummihandschuhe – und beim Anwenden gut lüften. Haben Sie großflächig Schimmel an den Badwänden? Dann übermalen Sie keinesfalls die Stellen, sonst gedeiht der Pilz darunter noch weiter. Hier sollten Sie unbedingt Fachbetriebe engagieren, die sich um die richtige Beseitigung des Schimmels kümmern.

Auch bei Schimmelflecken an Silikonfugen sollten Profis ran: Denn der Schimmel durchdringt das Silikon und lässt sich nicht mit Drogeriemitteln entfernen – entsprechend sollte das Silikon umfassend erneuert werden. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

Bildnachweis: © nadisja (istockphoto)

Heizung entlüften

Heizung entlüften

Wird der Heizkörper nicht mehr richtig warm oder bleibt sogar ganz kalt? Und gibt er regelmäßig Gluckergeräusche von sich? Dann ist es Zeit, die Heizung zu entlüften. Dies kann in wenigen Handgriffen und mit wenig Werkzeug selbst erledigt werden. Wir zeigen, wie es geht.

Bevor es losgeht, sollten drei Dinge vorhanden sein: Ein Entlüftungsschlüssel, der in jedem Bau- und Sanitärfachmarkt erhältlich ist; dazu ein saugfähiger Lappen und eine Schüssel. Die Entlüftung eines Heizkörpers dauert zwischen fünf und zehn Minuten. Alles beisammen? Dann kommen hier die drei nötigen Schritte:

1. Schritt: Heizungs- bzw. Umwälzpumpe abstellen
Zuerst sollten die Heizungsanlage mit der Umwälzpumpe abgeschaltet und die Thermostate aller Heizkörper auf volle Leistung gestellt werden. Der Grund ist schnell erklärt: Eine aktive Pumpe zirkuliert die Luft umher, ist sie doch abgestellt, sammelt sich nach rund einer Stunde die Luft in den Heizkörpern. Dort kann sie dann leicht herausgelassen werden. Bei Mietern, die meist keinen Zugang zur Heizungsanlage haben, reicht es auch, den eigenen Heizkreislauf abzudrehen.

2. Schritt: Entlüften
Jeder Heizkörper hat ein Entlüftungsventil, meist ist dies gegenüber dem Thermostat. Mit dem Entlüftungsschlüssel sollte nun das Ventil eine viertel bis halbe Drehung gegen den Uhrzeigersinn geöffnet werden – ganz langsam und vorsichtig, damit nicht unerwartet viel Wasser entweicht. Es kann dennoch jederzeit Wasser austreten, das sich mit der Schüssel auffangen bzw. mit dem Lappen aufwischen lässt. Ist das Ventil leicht geöffnet, dürfte das Zischen der austretenden Luft schnell zu hören sein. Sobald nur noch Wasser aus dem Ventil kommt, sollte es wieder im Uhrzeigersinn verschlossen werden. Achtung: Nicht zu stark zudrehen, um das Ventil nicht zu beschädigen. Bei einem mehrstöckigen Haus sollte von unten nach oben entlüftet werden.

3. Schritt: Druck der Heizungsanlage checken
Sind alle Heizkörper entlüftet, kann die Heizungsanlage wieder gestartet werden. Es sollte daraufhin sofort der Druck der Heizungsanlage geprüft werden. Falls er zu niedrig ist, müssen die Haus- und Wohnungsbesitzer Wasser nachfüllen, damit die Anlage einwandfrei und effizient arbeitet. Am Manometer lässt sich der Druck ablesen.

Generell gilt: Einmal im Jahr, vor Beginn der Heizperiode, sollten die Heizkörper entlüftet werden – dann muss auch niemand zu Hause frieren.

Bildnachweis: @ AndreyPopov (istockphoto)

Wie heize ich richtig? Warm und sparsam durch den Winter.

Wie heize ich richtig? Warm und sparsam durch den Winter.

Wenn der Winter kommt, drehen wir zuhause die Heizung auf. Trotzdem ist es wichtig, beim Heizen das richtige Maß zu finden. Denn wer beispielsweise in den eigenen vier Wänden für T-Shirt-Wetter sorgt, während draußen die Flocken wirbeln, ärgert sich später über eine hohe Heizrechnung. Und nicht nur das: Auch der überwiegende Teil unseres CO2-Ausstoßes wird durch konventionelle Heizungsanlagen verursacht. Noch ein guter Grund, sich zu informieren, wie man sparsam und umweltfreundlich heizen kann.

1. Sich schlau machen: Was bedeuten die Zahlen und Symbole auf dem Thermostat?
Die konventionellen Drehregler an Heizkörpern sind meist mit den Ziffern von 1 bis 5 und einem Schneeflockensymbol beschriftet. Viele Menschen nehmen an, dass es sich bei den Ziffern um verschiedene Heizstärken handelt und glauben, dass sich der Raum umso schneller aufwärmt, je höher man den Regler stellt. Stimmt nicht. Die Ziffern stehen stellvertretend für eine bestimmte Raumtemperatur, bis zu der die Heizung aufheizen soll. Je höher die Ziffer, desto höher auch die angestrebte Temperatur. Dreht man die Heizung auf 5, wird der Raum also nicht schneller warm, sondern die Heizung arbeitet lediglich länger, um die hohe Zieltemperatur zu erreichen. Bei Stufe 5 liegt diese bei ca. 28 Grad – eindeutig zu hoch für den normalen Wohnbereich und damit meistens pure Verschwendung.

Hinter dem Schneeflockensymbol verbirgt sich der sogenannte Frostschutz. Der bewirkt, dass die Heizung bei Raumtemperaturen unter 5 Grad von selbst anspringt. Das verhindert bei eventuell eintretendem Frost das Gefrieren des Wassers in den Rohren und damit schwere Schäden an Heizung und Haus.

2. Bewusster heizen
Müssen wirklich ständig alle Räume warm sein? Und welche Thermostateinstellung ist die richtige?

Meist genügt es, nur die Räume zu heizen, in denen man sich auch länger aufhält. Wer also die Wohnung tagsüber verlässt oder einen Raum längere Zeit nicht nutzt, sollte daran denken, die Heizung runterzudrehen. Aber Achtung: Ganz abstellen sollte man die Heizung im Winter dennoch nicht, denn bei Temperaturen unter 15 Grad droht Schimmel.

Für eine angenehme Raumtemperatur ist eine Thermostateinstellung zwischen 2 und 3 meist die richtige. Damit wird eine Raumtemperatur zwischen 16 und 20 Grad erreicht. Ersteres ist in z. B. in der Küche meist ausreichend, zumal hier häufig Geräte wie Herd oder Backofen zusätzlich Wärme in den Raum abgeben.

3. Wärmeverluste vermeiden
Vor allem nachts verlieren die Räume Wärme, denn dann sinken die Außentemperaturen noch einmal. Vor allem an den Fensterflächen drohen Verluste, denn hier hält sich die Wärme deutlich schlechter als im Gemäuer. Wer also fest installierte Rollläden hat, sollte diese in jedem Fall runterlassen, um Wärmeverluste im Bereich der Fenster zu vermeiden. Auch die Türen innerhalb des Hauses oder der Wohnung zu schließen, verringert Wärmeverluste.

4. Heizkörper freihalten
Achten Sie darauf, dass die Heizkörper ihre Energie frei in den Raum abgeben können. Staut sich die Wärme, weil z. B. Möbel oder anderes davor stehen, die Fensterbänke weit über den Heizkörper ragen oder schwere Vorhänge davorhängen, kann sie sich nicht effektiv im Raum ausbreiten. Außerdem empfängt das Thermostat dann viel zu früh das Signal, dass die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist, und stellt die Heizleistung ein, obwohl der Rest des Raumes noch kühl ist. Wer dann die Heizung weiter aufdreht, verbraucht noch viel mehr Heizenergie – und ärgert sich trotzdem weiter über ein kühles Zimmer und eine saftige Rechnung.

5. Nachwärme nutzen
Ein gut geheiztes Zimmer bleibt auch nach dem Herunterregeln der Heizung noch einige Zeit warm. Wer die Heizung also schon eine halbe bis eine Stunde vor dem Schlafengehen herunterdreht, hat es kuschelig wie immer und schont trotzdem Geldbeutel und Umwelt.

6. Heizung entlüften
Wer sich trotz angeschalteter Heizung über einen kühlen Heizkörper wundert, sollte überprüfen, ob sich Luft im Heizkörper befindet. Ist das der Fall, kann das warme Wasser nicht richtig in den Heizkörper aufsteigen und die Heizung leistet deutlich weniger oder bleibt ganz kalt.

7. Angemessene Kleidung wählen
Draußen zieht man sich entsprechend den Temperaturen an, die gerade herrschen. Diesen jahreszeitlichen Wechsel ist unser Körper gewöhnt. Auch drinnen sollten wir unsere Kleidung ein wenig an die Jahreszeiten anpassen. So fühlen wir uns wohler und müssen gleichzeitig weniger heizen. Sprich: Niemand sollte frieren, aber es müssen auch nicht ganzjährig T-Shirt-taugliche Temperaturen in der Wohnung herrschen. Deshalb gilt: im Winter lieber mal einen warmen Wollpulli überziehen, als die Heizung noch höher drehen. Und ganz wichtig fürs allgemeine Wohlbefinden: Füße warm halten!

Bildnachweis: @ TommL (istockphoto)