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Effizienz erhöhen, Heizkosten senken

Effizienz erhöhen, Heizkosten senken

Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung belegt: In der kommenden Saison werden die Heizkosten wieder steigen – im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo die Deutschen etwa 7 Prozent weniger für Heizkosten ausgegeben haben. Die Gründe dafür sind zahlreich und verschieden. So bedeuten weniger Ausgaben nicht immer einen geringeren Verbrauch, denn auch die Rohstoffpreise spielen eine tragende Rolle, und die haben es in der aktuellen Saison wieder besonders in sich: Heizöl und Erdgas sind so teuer wie lange nicht.

Dabei ist ein geringerer Verbrauch beim Heizen gleich von doppeltem Interesse. Wer weniger verheizt, schont seinen Geldbeutel – und die Umwelt. Um die derzeit gültigen Klimaziele zu erreichen, müssten bis 2020 rund 16 Prozent weniger Rohstoffe fürs Heizen verbraucht werden als bisher.

Beim Heizen den Verbrauch senken und damit Geld und Ressourcen sparen – eigentlich kein Problem, denn moderne Heizungssysteme bergen enormes Einsparpotenzial. Dennoch bleibt der Verbrauch seit Jahren in etwa gleich, denn viele Hausbesitzer unterschätzen die Einsparmöglichkeiten und gehen langfristige Investitionen zur Modernisierung nur zögernd an.

Großer Modernisierungsbedarf
Nur etwa ein Drittel der deutschen Haushalte ist mit einer zeitgemäßen Heizungsanlage ausgestattet, die die verfügbare Energie in maximalem Umfang nutzt. Die übrigen fast 70 Prozent heizen mit alter Brennwerttechnik, die viel verbraucht – und viel verschenkt. Eine vergleichsweise geringe Energieeffizienz und altersbedingte Schwächen im Material schlagen am Ende der Heizperiode deutlich zu Buche. Dabei ist eine gute Heizung unverzichtbar, um nachhaltig Kosten zu senken. Moderne, hocheffiziente Anlagen schöpfen das Potenzial des Heizrohstoffs deutlich besser aus als alte Systeme. Mit einem Wirkungsgrad von etwa 98 Prozent haben sie gegenüber den teils jahrzehntealten Öl- oder Gaskesseln, die nach wie vor viele Haushalte versorgen, klar die Nase vorn, denn sie nutzen den gesamten Verbrennungsprozess zur Energiegewinnung: Anders als bei alten Kesseln werden in neuen Anlagen die heißen Abgase aus der Verbrennung nochmals über einen Wärmetauscher eingeleitet. Durch Kondensation des heißen Wasserdampfs wird die Wärme aus den Abgasen frei und kann ebenfalls als Heizleistung genutzt werden.

Zusätzlich kann eine ganzheitliche Betrachtung von Gebäude und Heizungsanlage Erstaunliches bewirken, denn auch der bauliche Zustand des Hauses beeinflusst den Wärmeverlust und damit die Heizkosten immens. Hier rechnet es sich langfristig immer, in wärmeschutzverglaste Fenster, hochwertige Türen und eine hochwertige Dämmung zu investieren.

Bildnachweis: ©courtneyk (istockphoto)

Heizkörper richtig lackieren

Heizkörper richtig lackieren

Ein Heizkörper lässt sich nur lackieren, wenn er ausgeschaltet und kühl ist. Daher eignen sich für diese Aufgabe Zeiten außerhalb der Heizperiode. Genügend Zeit sollten Heimwerker auch mitbringen, denn der Auftrag des Lacks erfolgt in mehreren Schichten. 

Gründliche Vorarbeit ist die halbe Miete
Bevor der Lack aufgetragen werden kann, sind einige Vorarbeiten nötig. Zunächst müssen Rost und alter, abplatzender Lack entfernt und die Oberfläche angeraut werden. Dann gilt es, den Heizkörper zu entstauben. Neben konventionellen Staubtüchern gibt es hierfür auch speziell geformte Heizkörperreiniger oder -bürsten, mit denen Sie gut in die Zwischenräume kommen oder das aufliegende Gitter säubern können. Thermostate und weitere Bedienelemente sollten mit Malerkrepp abgeklebt werden. Danach werden blanke Stellen auf der Heizung mit Rostschutz vorlackiert. Der Schutzlack muss 24 Stunden trocknen.

Zeit lassen – Lack muss gut trocknen
Erst danach kommt der Heizkörperlack zum Einsatz. Die Experten empfehlen, mit der Rückseite der Heizung zu beginnen und sich von dort zur Vorderseite vorzuarbeiten. 12 Stunden muss die erste Schicht trocknen, danach wird eine zweite aufgebracht. Sie sorgt dafür, dass die Lackierung auch bei hohen Temperaturen beständig bleibt. Ehe die Heizung wieder in Betrieb geht, muss der Lack vollständig getrocknet sein. Ein bis zwei Tage sollte der Raum danach gut gelüftet werden.

Bildnachweis: ©AndreyPopov (istockphoto)