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Die Heizung mit der App steuern

Die Heizung mit der App steuern

Kurz das heutige Wetter checken, mit Freunden schreiben, online einkaufen – Smartphone-Apps gehören mittlerweile fest zu unserem Alltag. Immer häufiger werden sie auch zum Steuern der Heizung genutzt. Dies funktioniert einfacher und günstiger als viele denken.

Einfache Installation, günstiger Einstieg
Ein Klick, ein Wisch und es wird warm – die app-gesteuerte Heizung ist ein wesentlicher Schritt hin zum Smart Home, also dem digitalisierten, intelligenten Zuhause. Große Umbauten sind dafür nicht nötig: Es braucht lediglich funk- und WLAN-fähige Thermostate, die es bereits für unter 20 Euro gibt. Sie lassen sich auch problemlos an alte Heizkörper anbringen und sind via App über das Smartphone, Tablet oder den Computer zu steuern. 

Je nach Modell und Preisklasse bieten die digitalen Thermostate und Apps unterschiedlich viele Funktionen: So können beispielsweise für jeden Raum individuelle Heizprofile vorprogrammiert werden. Kurz vorm Aufstehen startet automatisch die Heizung im Bad. Während der Arbeit läuft dann die Anlage auf niedriger Temperatur, kurz vorm Feierabend beginnt sie wieder, damit es beim Nachhausekommen angenehm warm ist. Und natürlich können die Zeitpläne mit der App auch unterwegs angepasst werden, wenn eine spontane Verabredung ins Kino dazwischenkommt.

Mehr Funktionen mit fortgeschrittenen Systemen
Noch weiter gedacht ist die Vernetzung der App mit anderen Smartphone-Daten, zum Beispiel dem aktuellen Standort. So erkennt die Heizungs-App, wenn die Bewohner das Haus verlassen und senkt automatisch die Heizung – und umgekehrt, wenn sie wieder nach Hause kommen. Diese fortgeschrittenen Systeme lernen sogar mit. Anhand des bisherigen Nutzer- und Standortverhaltens erkennt das System hinter App selbstständig bestimmte Nutzungsmuster und passt die Heizung an. Dabei fließen teilweise auch aktuelle Wetterdaten und -prognosen mit ein.

Zusammen mit einem digitalen Fensterkontakt kann die App auch erkennen, wenn in einem Raum gelüftet wird – entsprechend würde die Heizung bei diesem Stoßlüften automatisch runtergeregelt.

Die Vorteile der digitalen Heizung
Das Steuern und Programmieren der Heizung über eine App ist in erster Linie ein Komfortgewinn. Die Heizkörper müssen nicht täglich manuell in jedem Raum an- und abgestellt werden. Außerdem kehrt man nicht mehr in eine ausgekühlte Wohnung zurück – gerade bei einem längeren Winterurlaub ist dies äußerst angenehm. Hinzu kommt das Einsparpotenzial, da über die App-Steuerung deutlich gezielter geheizt werden kann. Bis zu 30 Prozent lassen sich laut manchen Herstellern einsparen. Viele Apps liefern darüber hinaus Analysen zum bisherigen Verbrauch – und genau dieser Überblick hilft, den eigenen Wärmeverbrauch besser einschätzen zu können und so effizienter zu heizen. Weiterer Vorteil der smarten Thermostate: Sie können beim Umzug mitgenommen werden – ideal für Mieter von Wohnungen.

Ein Tipp: Wer sich für digital vernetzte Thermostate mit App-Steuerung interessiert, sollte beim Vergleich auch schauen, was die jeweiligen Hersteller für die Datensicherheit unternehmen. Denn Funkverbindungen und vernetzte Geräte können durchaus zum Ausspähen von privaten Daten missbraucht werden.

Bildnachweis: © Steve Debenport (istockphoto)

Effizienz erhöhen, Heizkosten senken

Effizienz erhöhen, Heizkosten senken

Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung belegt: In der kommenden Saison werden die Heizkosten wieder steigen – im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo die Deutschen etwa 7 Prozent weniger für Heizkosten ausgegeben haben. Die Gründe dafür sind zahlreich und verschieden. So bedeuten weniger Ausgaben nicht immer einen geringeren Verbrauch, denn auch die Rohstoffpreise spielen eine tragende Rolle.

Dabei ist ein geringerer Verbrauch beim Heizen gleich von doppeltem Interesse. Wer weniger verheizt, schont seinen Geldbeutel – und die Umwelt. Um die derzeit gültigen Klimaziele zu erreichen, müssten bis 2020 rund 16 Prozent weniger Rohstoffe fürs Heizen verbraucht werden als bisher.

Beim Heizen den Verbrauch senken und damit Geld und Ressourcen sparen – eigentlich kein Problem, denn moderne Heizungssysteme bergen enormes Einsparpotenzial. Dennoch bleibt der Verbrauch seit Jahren in etwa gleich, denn viele Hausbesitzer unterschätzen die Einsparmöglichkeiten und gehen langfristige Investitionen zur Modernisierung nur zögernd an. 

Großer Modernisierungsbedarf
Nur etwa ein Drittel der deutschen Haushalte ist mit einer zeitgemäßen Heizungsanlage ausgestattet, die die verfügbare Energie in maximalem Umfang nutzt. Die übrigen fast 70 Prozent heizen mit alter Technik, die viel verbraucht – und viel verschenkt. Eine vergleichsweise geringe Energieeffizienz und altersbedingte Schwächen im Material schlagen am Ende der Heizperiode deutlich zu Buche. Dabei ist eine gute Heizung unverzichtbar, um nachhaltig Kosten zu senken. Moderne, hocheffiziente Anlagen schöpfen das Potenzial des Heizrohstoffs deutlich besser aus als alte Systeme. Mit einem Wirkungsgrad von etwa 98 Prozent haben sie gegenüber den teils jahrzehntealten Öl- oder Gaskesseln, die nach wie vor viele Haushalte versorgen, klar die Nase vorn, denn sie nutzen den gesamten Verbrennungsprozess zur Energiegewinnung: Anders als bei alten Kesseln werden in neuen Anlagen die heißen Abgase aus der Verbrennung nochmals über einen Wärmetauscher eingeleitet. Durch Kondensation des heißen Wasserdampfs wird die Wärme aus den Abgasen frei und kann ebenfalls als Heizleistung genutzt werden.

Zusätzlich kann eine ganzheitliche Betrachtung von Gebäude und Heizungsanlage Erstaunliches bewirken, denn auch der bauliche Zustand des Hauses beeinflusst den Wärmeverlust und damit die Heizkosten immens. Hier rechnet es sich langfristig immer, in wärmeschutzverglaste Fenster, hochwertige Türen und eine hochwertige Dämmung zu investieren. Hierbei unterstützt Sie zum Beispiel die KfW über eine Förderung mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen.

Bildnachweis: © courtneyk (istockphoto)

Heizkörper richtig lackieren

Heizkörper richtig lackieren

Ein Heizkörper lässt sich nur lackieren, wenn er ausgeschaltet und kühl ist. Daher eignen sich für diese Aufgabe Zeiten außerhalb der Heizperiode. Genügend Zeit sollten Heimwerker auch mitbringen, denn der Auftrag des Lacks erfolgt in mehreren Schichten. 

Gründliche Vorarbeit ist die halbe Miete
Bevor der Lack aufgetragen werden kann, sind einige Vorarbeiten nötig. Zunächst müssen Rost und alter, abplatzender Lack entfernt und die Oberfläche angeraut werden. Dann gilt es, den Heizkörper zu entstauben. Neben konventionellen Staubtüchern gibt es hierfür auch speziell geformte Heizkörperreiniger oder -bürsten, mit denen Sie gut in die Zwischenräume kommen oder das aufliegende Gitter säubern können. Thermostate und weitere Bedienelemente sollten mit Malerkrepp abgeklebt werden. Danach werden blanke Stellen auf der Heizung mit Rostschutz vorlackiert. Der Schutzlack muss 24 Stunden trocknen.

Zeit lassen – Lack muss gut trocknen
Erst danach kommt der Heizkörperlack zum Einsatz. Die Experten empfehlen, mit der Rückseite der Heizung zu beginnen und sich von dort zur Vorderseite vorzuarbeiten. 12 Stunden muss die erste Schicht trocknen, danach wird eine zweite aufgebracht. Sie sorgt dafür, dass die Lackierung auch bei hohen Temperaturen beständig bleibt. Ehe die Heizung wieder in Betrieb geht, muss der Lack vollständig getrocknet sein. Ein bis zwei Tage sollte der Raum danach gut gelüftet werden.

Bildnachweis: © AndreyPopov (istockphoto)