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KfW-Zuschuss zur energieeffizienten Sanierung

KfW-Zuschuss zur energieeffizienten Sanierung

Mit energetischen Sanierungen lassen sich nicht nur langfristig Energiekosten senken – Wohnungseigentümer leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Und es können attraktive Zuschüsse wie das KfW-Programm 430 „Energieeffizient Sanieren“ in Anspruch genommen werden. Hier stellen wir es vor.

Wer wird gefördert
Auch wenn sich Sanierungen für mehr Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden später in jedem Fall auszahlen: Gerade für private Wohnungseigentümer stellen die Sanierungsarbeiten eine große finanzielle Belastung dar. Unterstützung kommt von der KfW-Bank. Ihr Förderprogramm 430 „Energieeffizient Sanieren“ richtet sich an Eigentümer oder Ersterwerber von Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal zwei Wohneinheiten sowie von Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften. Bis zu 30.000 Euro der Kosten für eine energetische Sanierung können bezuschusst werden – sofern es sich um ein bestehendes Gebäude handelt, deren Bauantrag bzw. Bauanzeige vor dem 1. Februar 2002 gestellt wurde.

Was wird gefördert
Das KfW-430-Programm fördert sowohl energetische Einzelmaßnahmen und Sanierungspakete als auch Komplettsanierungen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen. Die genauen Fördersummen variieren je nach Aufwand: So erhalten Eigentümer für einzelne gezielte Sanierungen wie die Erneuerung der Heizungsanlage oder der Wärmedämmung von Wänden und Dachflächen 10 Prozent der Investitionskosten (max. 5.000 Euro pro Wohneinheit) bezuschusst. 15 Prozent (max. 7.500 Euro pro Wohneinheit) Zuschuss sichert man sich mit den Heizungs- und Lüftungspaketen, bei denen mehrere kombinierte Sanierungspunkte erfüllt sein müssen. Wer sein eigenes Zuhause umfassend energetisch sanieren möchte und einen KfW-Effizienzhaus-Standard anstrebt, kann von noch höheren Zuschüssen profitieren. Fünf Standardtypen gibt es zu erreichen; je niedriger der Wert, desto höher fällt die Förderung aus. In Zahlen: zwischen 15.000 und 30.000 Euro an Zuschüssen sind möglich.

Was muss beachtet werden?
Wie bei jedem Förderung gibt es auch beim 430-Programm einige Dinge zu beachten: So dürfen die Investitionen zur energetischen Sanierung bestimmte Summen nicht übersteigen. Bei Einzelmaßnahmen sind es maximal 50.000 Euro, bei Komplettsanierungen 100.000 Euro. Außerdem muss im Vorfeld ein Energieeffizienz-Experte in die Planungen einbezogen werden. Er prüft die Immobilie nach ihren technischen Voraussetzungen, berät die Eigentümer zur optimalen Sanierung und erstellt die erforderliche Bestätigung zum Antrag. Anschließend kann der Antrag bei der KfW gestellt werden. Mit der Sanierung sollte erst nach dem positiven Bescheid begonnen werden. Sind alle Arbeiten im vorgegebenen Zeitraum erledigt, prüft der Energieeffizienz-Experte die Umbaumaßnahmen und bestätigt deren korrekte Umsetzung. Danach überweist die KfW den Zuschuss auf das Konto des Eigentümers.

Möchten Sie mehr erfahren? Wir als Ihr Sanierungspartner beraten Sie gern über die Details des KfW 430-Programme. Weitere Informationen – etwa für die Sanierung von Baudenkmälern oder vermieteten Eigentumswohnungen – sowie die Antragsformulare finden Sie ebenfalls auf der KfW-Website.

Bildnachweis: © pankration (istockphoto)

Handwerker­bonus: Leistungen steuerlich absetzen

Handwerker­bonus: Leistungen steuerlich absetzen

Sie haben für Arbeiten in Ihrer selbst genutzten Immobilie einen Handwerker beauftragt? Dann heben Sie die Rechnung gut auf, denn das könnte sich bei der nächsten Steuererklärung lohnen.

Handwerkerleistungen sind teilweise steuerlich absetzbar. Mit dem sogenannten Handwerkerbonus können Privatpersonen solche Arbeiten mit bis zu 20 Prozent als Sonderausgaben geltend machen. Die Rechnungshöhe ist dabei nicht nach oben offen, sondern darf maximal 6.000 Euro betragen. Aber auch da kann sich der Bonus sehen lassen: Eine Entlastung um bis zu 1.200 Euro ist möglich.

Handwerker­­leistungen absetzen – was ist zu beachten?
Um vom Handwerkerbonus zu profitieren, sollten Sie einige Dinge beachten, zum Beispiel Formalien bei der Rechnungsstellung: So werden neben den Arbeitskosten auch Kosten für Anfahrt und Maschinen anerkannt, Materialkosten hingegen finden keine Berücksichtigung. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Leistungen auf der Rechnung ist also zwingend nötig, damit das Finanzamt die Kosten zuordnen kann. Lediglich bei Wartungsverträgen, die standardmäßig keine Materialkosten enthalten, ist keine zusätzliche Aufschlüsselung erforderlich. Außerdem müssen Sie nachweisen, dass Sie den Rechnungsbetrag an den Handwerksbetrieb überwiesen und nicht in bar gezahlt haben.

Geben Sie Ihre Rechnung später ans Finanzamt, müssen Sie zweifelsfrei belegen können, dass die Leistungen tatsächlich in Ihrem Haus oder Ihrer Mietwohnung erbracht wurden. Wer ein kleines Wochenenddomizil hat, kann sich ebenfalls freuen: Die Regelung schließt auch Ferienhäuser innerhalb der EU mit ein.

Weitere Voraussetzung, um vom Steuervorteil zu profitieren: Die Leistungen müssen durch einen selbstständigen Handwerksbetrieb erbracht werden. Nehmen Heimwerker die Arbeiten selbst vor, ergeben sich daraus keine Entlastungsansprüche.

Handwerkerbonus – auch für Mieter möglich
Handwerkerleistungen sind nicht nur für Eigenheimbesitzer steuerlich absetzbar. Auch Mieter können solche Arbeiten geltend machen, wenn sie den Handwerker selbst beauftragt und bezahlt haben.

Auch haushaltsnahe Dienstleistungen absetzbar
Neben Handwerkerleistungen sind auch sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen absetzbar. Dazu zählen zum Beispiel Reinigungskosten, Gartenarbeiten oder der Winterdienst. Der Maximalbetrag liegt bei 20.000 Euro, damit ist ein Steuervorteil von 4.000 Euro drin. Auch hier ist der Nachweis nötig, dass die Arbeiten auf dem selbst genutzten Grundstück ausgeführt worden sind.

Bildnachweis: © AndreyPopov (istockphoto)